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Optik Flegl
Zentrum für Augenoptik und Optometrie
Gerhard Flegl, M.S. (USA), MCOptom, Optometrist
Hauptstr. 14 - 74343 Sachsenheim
Tel: 07147 / 1 23 33

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Do. von 8:15 Uhr bis 20:00 Uhr durchgehend geöffnet
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Myopie / Kurzsichtigkeit

Unter Kurzsichtigkeit oder Myopie versteht man Sehstörungen, die durch unscharfes Sehen in der Ferne gekennzeichnet sind. Das Bild entsteht im Auge vor der Netzhaut. Die häufigste Ursache dafür ist ein zu langer Augapfel, der meist aufgrund von Vererbung oder Frühgeburtlichkeit entsteht; in diesem Fall spricht der Fachmann von Achsenmyopie. Seltener ist die Brechungsmyopie durch zu hohe Brechkraft von Hornhaut oder Linse. Erste Symptome sind unscharfes Sehen in der Ferne vor allem nachts. Die Diagnose wird durch die optometrische Untersuchungen gestellt. Zur Korrektur eignen sich in erster Linie eine Brille oder Kontaktlinsen. In manchen Fällen wird vor allem aus kosmetischen Gründen eine Behandlung mit Laser oder durch Operation gewählt. Da bei Kurzsichtigen das Risiko einer Netzhautablösung erhöht ist und Kontaktlinsen zu Hornhautschäden führen können, sind regelmäßige Kontrollen anzuraten.

Allgemeines

Bei der Kurzsichtigkeit ist das Auge von der Hornhaut bis zur Netzhaut (=Augenachsenlänge) im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu lang, so dass der Brennpunkt parallel einfallender Lichtstrahlen vor der Netzhaut liegt. Nur die Strahlen von nahegelegenen Objekten werden auf der Netzhaut vereinigt. Der Fernpunkt des kurzsichtigen Auges liegt nicht im Unendlichen wie bei einem Normalsichtigen, sondern nahe am Auge, bei einer Myopie von -2,0 Dioptrien z.B. in 50 cm Abstand, bei einer Myopie von -10,0 Dioptrien in 10 cm. Gegenstände in der Ferne werden also auf der Netzhaut eines Kurzsichtigen unscharf abgebildet, es entstehen dabei so genannte Zerstreuungskreise. Durch starkes Zusammenkneifen der Lider und Blinzeln können diese Zerstreuungsphänomene verringert und damit die Bildschärfe verbessert werden. Häufig kann man ein solches Blinzeln bei Kurzsichtigen beobachten. Daher leitet sich auch der Begriff "Myopie" ab. Der Begriff "Myops" kommt aus dem Griechischen und heißt "Blinzelgesicht".

Ursachen

Als Ursachen kommen zwei prinzipielle Formen der Kurzsichtigkeit in Frage: Die so genannte Brechungsmyopie bei normaler Augenlänge, aber zu starker Brechkraft, und die so genannte Achsenmyopie bei normaler Brechkraft, aber zu langer Augenachse.

Eine Achsenmyopie ist wesentlich häufiger als eine Brechungsmyopie. Sie wird oft rezessiv vererbt. Bei Frühgeburten ist sie deutlich häufiger anzutreffen als bei "Normalgeburten" und oft angeboren. Die Achsenmyopie entwickelt sich insbesondere in den ersten 3 Lebensjahrzehnten. Es kommt dabei zu einer übermäßigen und allmählichen Verlängerung des Auges. Die Bedeutung exogener Faktoren, also äußerer Einflüsse, wie beispielsweise intensive Naharbeit oder viel Lesen, vor allem bei schlechtem Licht, ist für die Kurzsichtigkeitsentstehung umstritten. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass eine schlechte Bildqualität auf der Netzhaut die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit fördert.

Die Brechungsmyopie kann durch eine vermehrte Krümmung der Hornhaut oder der Linse, aber auch durch eine Erhöhung der Brechzahl der Linse infolge von Trübungen des Linsenkerns (Linsenmyopie bei Katarakt) hervorgerufen werden.

Symptome

Kurzsichtige sehen ohne Korrektur in der Nähe ausgezeichnet - sofern nicht zusätzlich Veränderungen an der Makula vorliegen - in der Ferne hingegen schlecht. Eine beginnende Kurzsichtigkeit kann vor allem durch schlechtes Sehen in der Ferne bei Nacht, z.B. beim Autofahren auffallen.

Da bei der Achsenmyopie zwar das Auge in seiner Länge übermäßig wächst, der Glaskörper im Auge jedoch nicht mitwachsen kann, ist es möglich, dass sich der Glaskörper verflüssigt und von der Netzhaut ablöst. Der Patient nimmt dann diese störenden, aber harmlosen Glaskörperveränderungen eventuell als "fliegende Mücken" wahr.

Wenn die Kurzsichtigkeit sehr stark ausgeprägt ist, kann es zu Verdünnungen und Veränderungen an der Netzhaut und im Bereich der Makula kommen. In einem solchen Fall ist die Sehschärfe auch mit bester Korrektur deutlich herabgesetzt.

 
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