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Optik Flegl
Zentrum für Augenoptik und Optometrie
Gerhard Flegl, M.S. (USA), MCOptom, Optometrist
Hauptstr. 14 - 74343 Sachsenheim
Tel: 07147 / 1 23 33

Unsere Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. von 8:15 Uhr bis 18:30 Uhr durchgehend geöffnet
Do. von 8:15 Uhr bis 20:00 Uhr durchgehend geöffnet
Sa. von 8:15 Uhr bis 13:00 Uhr

Versteckte Sehfunktionsdefizite

Probleme der visuellen Wahrnehmung (Sehstress) und deren mögliche Auswirkungen auf schulische Teilleistungsstörungen, sowie Entwicklungsverzögerungen in der Fein- und Grobmotorik. Lesen ist ein wichtiger Faktor zur Aufnahme von Information, der zu "Wissen" führt. Die Aufnahme von Wissen spielt das ganze Leben lang eine entscheidende Rolle.
Ca. 80% aller Sinneseindrücke werden über die Augen wahrgenommen, deshalb ist es ganz besonders wichtig, dass die visuelle Wahrnehmung auch ermüdungs- und "stressfrei" funktioniert.

Laut einer amerikanischen Studie haben die Nahsehaufgaben heutiger Schulkinder gegenüber ihrer Elterngeneration um ca. 60% zugenommen.
Wie immer geartete Sehfunktionsdefizite wirken sich deshalb häufig erheblich stärker negativ aus, als früher.

Für betroffene Schulkinder können unentdeckte und unkorrigierte Sehfunktionsdefizite einen erheblichen Sehstress darstellen, welcher beim Lernen ein bedeutendes Handicap sein kann.

Die Beurteilung der Sehqualität wird, zumeist extrem vereinfacht, auf die (zentrale) Sehschärfe der beiden Einzelaugen beim Blick in die Ferne und in die Nähe reduziert.
Häufig wird nach einer Augen-Routineuntersuchung eine hundertprozentige Sehschärfe bescheinigt. Dies gibt den Eltern die (manchmal trügerische) Sicherheit, dass mit der visuellen Wahrnehmung ihres Kindes alles in Ordnung sei.
Dabei besteht das Sehen aus vielen zusammenhängenden komplexen einzel- und beidäugigen Funktionen in Interaktion mit vielen Hirngebieten.

Sehfunktionsdefizite, die Schulprobleme auslösen oder verstärken, sind oft sehr "versteckt" und entgehen daher häufig einer Augen- Routineuntersuchung.

Eine komplette Analyse aller für Lesen und Lernen wichtigen visuellen Funktionen erfordert umfangreiche Tests und Messungen, die einen Zeitaufwand von ca. 60 Minuten erfordern.

Welche Symptome und Beobachtungen können auf "versteckte" Sehfunktionsdefizite hindeuten?

Häufig geäusserte Klagen der Kinder:

  • Schrift ist unruhig und verschwimmt
  • Augenbrennen und / oder Kopfschmerzen beim Lesen und Schreiben
  • Die Schrift scheint sich gelegentlich zu verdoppeln

Häufige objektive Beobachtungen beim Lesen:

Das Kind...

  • liest langsam und unsicher oder- sehr schnell aber flüchtig (Wörter, die nicht im Text stehen)
  • verrutscht in der Zeile
  • läßt Endungen weg
  • verwechselt ähnliche und / oder spiegelbildliche Buchstaben, z. B. "b" / "d" und "p" / "q" und "m" / "n"
  • überspringt kurze Zwischenwörter
  • liest sehr ungern
  • liest in sehr kurzem Abstand ("mit der Nase")
  • erfasst schlecht den Sinn von gelesenem Text

Häufige objektive Beobachtungen beim Schreiben:

  • Schlechtes, unregelmäßiges Schriftbild (Wörter und Buchstaben werden "kreuz und quer" geschrieben)
  • Mit zunehmender Dauer wird das Schriftbild immer schlechter und die Anzahl der Rechtschreibfehler nimmt zu
  • Schlechte Rechtschreibung (ein und dasselbe Wort wird im gleichen Diktat auf mehrere verschiedene Arten falsch geschrieben)

Häufige allgemeine objektive Beobachtungen:

  • Das Kind ermüdet rasch
  • Allgemeine Schulunlust
  • Das Kind wirkt nervös und "zappelig"
  • Konzentrationsfähigkeit ist eingeschränkt
  • Schlechte Fein- und / oder Grobmotorik (z.B. Probleme bzw. Unlust beim Basteln, Probleme beim Ballfangen, allgemeine "Schusseligkeit")

Welche "versteckten" Sehfunktionsdefizite sind bei schulischen Teilleistungsstörungen häufig zu beobachten?

Anmerkung:
Die unten aufgezählten Sehfunktionsdefizite werden deshalb mit dem Adjektiv "versteckt" bezeichnet, weil sich deren Einfluss auf die visuelle Wahrnehmung nicht primär in einem auffällig verschwommenen Sehen äussert, das z.B. den Eltern, den Lehrern bzw. den Kindern selbst auffallen müsste. Die möglichen Auswirkungen dieser Sehfunktionsdefizite im Bereich "Lesen und Lernen" sind sehr subtil und werden deshalb sehr häufig nicht als die Folge eines visuellen Wahrnehmungsproblems erkannt.

Übersichtigkeit, umgangssprachlich "Weitsichtigkeit" ( Hyperopie )

Für die Erklärung klicken Sie bitte auf den Link

Ungleichsichtigkeit (Anisometropie)

Für die Erklärung klicken Sie bitte auf den Link

Astigmatismus oder "Stabsichtigkeit" (umgangssprachlich "Hornhautverkrümmung")

Für die Erklärung klicken Sie bitte auf den Link

Mögliche Auswirkung auf Schulprobleme:

  • Schrift verschwimmt und wirkt unruhig
  • Lesen ist anstrengend

Scharfstellungsmangel / Scharfstellungsüberschuß (Akkommodationsmangel- bzw. überschuss)

Die Akkommodation kann nicht exakt so gesteuert werden, dass die Lichtstrahlen in der Netzhautgrubenmitte scharf auftreffen.

Häufige Auswirkung auf Schulprobleme:

  • Die Schrift verschwimmt und ist unruhig (Effekt wie bei umklappendem Dia)
  • Lesen und Schreiben ist anstrengend

Gestörtes beidäugiges Sehen

Schulprobleme, sowie motorische Entwicklungsdefizite und Begleitsymptome wie Kopfschmerzen treten bei Problemen des Zusammenspiels der beiden Augen sehr häufig auf.
Diese Sehfunktionsstörungen entgehen häufig einer Augen-Routineuntersuchung.

Konvergenzmangel / Konvergenzüberschuß

Das Augenpaar stellt sich beim Lesen nicht weit genug, oder zu weit nach innen.

Häufige Auswirkungen auf Schulprobleme:

  • Buchstaben scheinen sich zu bewegen
  • Die Reihenfolge von Buchstaben wird vertauscht z.B. "ie" und "ei"
  • Spiegelbildliche Verwechslungen (z.B. "b" und "d")
  • Schrift und Buchstaben verdoppeln sich (z.B. "n" zu "m")

Verzögerte Schärfen- und Augenwinkelumstellung zwischen verschiedenen Entfernungen

Die beiden Augen stellen sich nach einem Blickwechsel erst nach längerer Zeit (zum Teil erst nach Sekunden) auf das gleiche Objekt (z.B. ein Wort) so ein, dass es scharf und deckungsgleich gesehen wird.

Häufige Auswirkungen auf Schulprobleme:

  • Schwierigkeiten beim Abschreiben von der Tafel, oder dem Buch ins Heft
  • Viele Rechtschreibfehler und hoher Zeitbedarf beim Übertragen

Ungenaue und unkoordinierte Blicksprünge (Blicksakkaden) und Augenfolgebewegungen

Exakte Blicksprünge und Augenfolgebewegungen sind in der Phase des Lesenlernens für eine genaue Wortbildspeicherung extrem wichtig. Bei vielen Kindern mit schulischen Teilleistungsstörungen stellen wir bei unseren Sehfunktionsanalysen starke Defizite in der genauen beidäugigen Abstimmung der Blickmotorik fest.

Häufige Auswirkungen auf Schulprobleme:

  • langsames, analytisches Lesen
  • Häufige Rückwärts- bzw. "Vergewisserungsblicksprünge", vor allem bei langen Wörtern (Das Wort wird beim Lesen mehrmals von vorn wieder "angesetzt")
  • ungenaue (diffuse) Wortbildspeicherung
  • schlechte Zeilenführung

Winkelfehlsichtigkeit

Für die Erklärung klicken Sie bitte auf den Link.

Anmerkung:

Durch entsprechende Schulprobleme verunsichert, werden Kinder mit schulischen Teilleistungsstörungen häufig beim Augenarzt vorgestellt. Meist wird nach der Untersuchung ein sehr gutes Sehvermögen bescheinigt, oder bei Vorliegen einer "Weitsichtigkeit" (Übersichtigkeit) eine schwache Brille verordnet.

Diese Untersuchung beim Augenarzt ersetzt nicht die Untersuchung auf andere, "verstecktere" Sehfunktionsdefizite wie z. B. "Winkelfehlsichtigkeit"!
Die sollte zusätzlich erfolgen!

Eine Brille, die z.B. bei zusätzlichem Vorliegen von Winkelfehlsichtigkeit nur eine bestehende "Weitsichtigkeit" korrigiert, ist in den meisten Fällen bei Schulproblemen nicht sehr hilfreich und wird häufig nur sehr ungern vom Kind getragen.

Wie können Kopfschmerzen durch versteckte Sehfunktionsdefizite verursacht werden?

Kopfschmerzen treten bei Winkelfehlsichtigkeit, aber auch bei anderen "versteckten" Sehproblemen sehr häufig auf.

Beim Lesen, Schreiben und bei Computerarbeit ist die Genauigkeit der Augenmotorik, sowie der Anspruch an die "Scharfstellung", die zu einer ausreichend guten Bildverarbeitung im Gehirn führt, wesentlich stärker gefordert als z. B. beim Fernsehen, oder beim normalen "Umherblicken".

Die Klage vieler Kinder, beim Lesen und Schreiben Kopfschmerzen zu bekommen, gleichzeitig aber bei stundenlangem Fernsehen nie unter Kopfschmerzen zu leiden, ist oft hierin begründet.
Verständlicherweise glauben Eltern und Lehrer in derartigen Fällen oft an eine Schutzbehauptung der Kinder, um lästige Hausaufgaben zu umgehen.
Häufig tritt der Kopfschmerz im Stirn-Schläfenbereich oder "hinter den Augen" auf.
Wichtig ist vor Korrektion eines Sehfunktionsdefizits mit Brille, oder der Durchführung eines spezifischen Visualtrainings der Ausschluß einer Augen- oder sonstigen Erkrankung als Kopfschmerzursache!

Wie kann schlechte Rechtschreibung durch versteckte Sehfunktionsdefizite verursacht oder verstärkt werden?

Während der Phase des Lesenlernens lernt ein Kind zunächst Laute durch Symbole (Buchstaben) auszudrücken und dann bestimmten Buchstaben in einer bestimmten Reihenfolge also Wörtern eine Sinnbedeutung zu geben.
Zunächst werden Wörter mit den Augen Buchstabe für Buchstabe visuell "abgetastet", bis durch immer wiederkehrende Übung ein Wort schon allein an Form und Länge, als "Wortbild" erkannt wird.
Während dieser Phase der Abspeicherung von Wortbildern, macht ein Kind sehr kurze Blicksprünge von oft nur ein bis zwei Buchstaben.
Bei Vorliegen eines Sehfunktionsdefizits wie Winkelfehlsichtigkeit, ungenauen Blicksprüngen, Konvergenzschwäche, oder Konvergenzüberschuss sind die "Landeorte" der beiden Augen nach einem Blicksprung unterschiedlich. Die Abweichung der "Landeorte" ist nicht immer gleich, sondern stark von Ermüdung oder auch Streß und Angst (vor Versagen) abhängig. Das ständige "Nachkorrigieren" bei Vorliegen eines Sehfunktionsdefizits zur notwendigen Bildverschmelzung (Fusion) und / oder der Bildschärfe im Gehirn wird häufig mit zunehmender Lesedauer immer mühsamer.

Die Blicksprünge werden unregelmäßiger, ungenauer und häufig werden längere Wörter mehrmals wieder von vorne gelesen ("Rückwärts-" bzw. "Vergewisserungsblicksprünge").
Das Kind ermüdet rasch, bekommt oft Kopfschmerzen und ist frustriert. Das Lesen ist also insgesamt langsam und das Wiedererkennen bereits gelesener Wörter, also die Übergangsphase ins "Wortbildlesen" dauert sehr lang, oder erfolgt überhaupt nicht.
Da die visuelle Abspeicherung von Wortbildern im Gedächtnis durch die unkontrollierten Blicksprünge sehr diffus erfolgt, ist meist auch die Rechtschreibung schlecht. Es fehlt die visuelle Vorstellung für die Schreibweise eines Wortes. Das Kind benützt deshalb mehr den "auditiven Weg" (Schreiben, wie gesprochen).

Visualtraining

Für eine genauere Erklärung klicken Sie bitte auf den Link

Wir bieten in Fällen, in denen aufgrund unserer Sehfunktionsanalyse ein spezielles Visualtraining erfolgsversprechend ist, ein hocheffektives optometrisches Trainingsprogramm an, welches in der USA entwickelt wurde und dort schon seit Jahren mit großem Erfolg durchgeführt wird. Hierbei wird die Fähigkeit des Gehirns trainiert, bestimmte Sehfunktionen, die zum Lesen, Schreiben und Lernen wichtig sind, müheloser und genauer auszuführen.

Fachübergreifende Zusammenarbeit

Die Korrektion eines Sehfunktionsdefizits mit einer Brille, oder die Durchführung eines Visualtrainings allein ist bei Schulproblemen meist nicht ausreichend. Mit diesen Massnahmen wird aber die Voraussetzung für ermüdungsfreie visuelle Wahrnehmung geschaffen, welche zur Verbesserung der Lesetechnik und der Wortbildspeicherung führt.

Weitere notwendige Maßnahmen, wie z.B. eine Ergotherapie, oder ein Lese- Rechtschreibtraining werden hierbei aber nicht ersetzt, sondern sollten, wenn von fachlicher Seite dazu geraten wird, unbedingt durchgeführt werden.

Eine fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen uns, sowie:

  • Ergotherapeuten
  • Logopäden
  • Pädagogen
  • Erzieherinnen
  • Augenärzten
  • Kinderärzten
  • Allgemeinärzten
  • Orthopäden
  • Kieferorthopäden

ist deshalb für den Erfolg sehr hilfreich.

Muss das Kind bei Vorliegen eines versteckten Sehfunktionsdefizits die Brille ständig (den ganzenTag) tragen?

Dies ist von Fall zu Fall verschieden und kommt z.B. darauf an, ob ein Sehproblem sich nur in der Nähe, oder auch in der Ferne auswirkt. Wir beraten Sie in jedem Fall individuell auf den Fall Ihres Kindes bezogen.

Muss die Brille ein Leben lang getragen werden?

Auch diese Frage kann man nicht mit ja oder nein beantworten.
Ist Ihr Kind fehlsichtig im Sinne von kurzsichtig oder stark weitsichtig, wird es ein Leben lang Brille oder evtl. später Kontaktlinsen tragen müssen, um scharf zu sehen.

Liegt ein zusätzliches Sehfunktionsdefizit vor, wird dies zusammen mit der Fehlsichtigkeit in einem Brillenglas korrigiert.

Wird mit der Brille "nur" ein Sehfunktionsdefizit wie Winkelfehlsichtigkeit korrigiert, ist es wichtig, dass Ihr Kind ohne Sehstress, Lesen und Schreiben lernt. Wird die Lesetechnik sicher beherrscht und sind die Wortbilder richtig abgespeichert und treten auch keine Begleitsymptome (z.B. Konzentrationsprobleme oder Kopfschmerzen) mehr auf, kann Ihr Kind wieder auf die Brille verzichten.

Können auch Erwachsene "versteckte" Sehfunktionsdefizite haben?

Ja! Sie wirken sich häufig aus in Form von:

  • Kopfschmerzen
  • Müden Augen
  • Rascher allgemeiner Ermüdung vor allem am PC, oder beim Lesen
  • Erhöhter Lichtempfindlichkeit
  • Problemen beim Umstellen von "Nah" auf "Fern" und umgekehrt
  • Roten, "brennenden" Augen
  • Schulter-Nackenverspannungen

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Unsere hochqualifizierte, umfangreiche Sehfunktionsanalyse umfasst viele Punkte, die nicht in der Abrechnungsliste für Krankenkassen enthalten sind. Da wir auch bei Brillen und Gläsern faire Preise haben, kalkulieren wir den Dienstleistungsaufwand nicht versteckt in Brillenpreise, sondern berechnen die optometrische Dienstleistung separat.
Die erstmalige Durchführung einer individuellen Sehfunktionsanalyse nimmt einen Zeitaufwand von ca. 1 Stunde in Anspruch und wird von uns mit Euro 62,- bis Euro 85,- (je nach Aufwand) berechnet.
Bei kleineren Kindern, bei denen noch nicht alle Tests in vollem Umfang durchgeführt werden können, betragen die Kosten je nach Aufwand zwischen Euro 25,- bis 50,-.

Wird bei Vorliegen eines Sehfunktionsdefizits eine Brille oder Visualtraining verschrieben, sollte unbedingt 6-8 Wochen nach Erhalt der Brille und dann jedes Jahr eine Nachkontrolle erfolgen. Nachkontrollen werden mit 24,- Euro in Rechnung gestellt.

Die Kosten für unser computergestütztes Visualtraining incl. der notwendigen Kontrollen belaufen sich auf 168,- Euro.

Nachwort

Die Erfahrung, die wir bei der optometrischen Messung und Beurteilung sehbezogener Lernstörungen gewonnen haben, basiert auf inzwischen mehreren Tausend untersuchten Schulkindern. Die meisten dieser Kinder wurden von uns wegen Teilleistungstörungen, überwiegend im Lese-Rechtschreibbereich, und/ oder Entwicklungsdefiziten in der Fein- und / oder Grobmotorik untersucht.
Unsere Vorgehensweise bei "versteckten", weil häufig bei Augen-Routineuntersuchungen „übersehenen“, Sehfunktionsdefiziten ist in dieser Zusammenstellung einzigartig.
Sie hat sich mit zunehmender Erfahrung ständig verändert und weiterentwickelt. Sie wird in dieser Form nirgendwo sonst exakt so durchgeführt. Einige Mess-Beurteilungs- sowie Korrektionsverfahren wurden von amerikanischen Optometristen übernommen, einige wurden von uns auf die besondere visuelle Situation beim Lesen und Lernen modifiziert.

Zum Teil haben unsere Erfahrungen mit betroffenen Kindern dazu geführt, dass gängigen medizinischen und / oder orthoptischen Auffassungen widersprochen wird.
Dies ist immer dann der Fall, wenn uns die Erfahrung lehrt, dass eine andere Vorgehensweise besser wirkt. Eltern betroffener Schulkinder werden leider häufig stark verunsichert, wenn Sie anlässlich einer zusätzlichen augenmedizinischen Untersuchung Ihres Kindes bei einem Arzt landen, welcher aus Unkenntnis über die genauen Zusammenhänge zwischen Sehfunktionsproblemen und schulischen Teilleistungsstörungen unsere optometrischen Massnahmen nicht nachvollziehen kann und daher ablehnt. Schlimmstenfalls wird dabei eine dringend notwendige Massnahme wie z.B. eine Brille, oder ein Visualtraining verhindert.
Seit Jahren bemühen wir uns mit grossem Erfolg durch Einzelgespräche, Seminare und Vorträge Berufsgruppen, die mit Schulkindern zu tun haben, über die Wichtigkeit umfassender Sehfunktionsanalysen aufzuklären.

Hinweis:
Nachdruck oder Vervielfältigung dieser Information, (auch auszugsweise) bedarf der Zustimmung des Verfassers.

 
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